Kambodscha Reisefuehrer
................Kambodscha Reiseführer







Auf einen Blick:

- Kratie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

- Kratie liegt am Mekong

- Die größte Attraktion von Krati sind die Irrawaddy Delfine.

- Kratie ist ein schönes Beispiel für den französischen Kolonialstil.

- Kratie wurde von den Roten Khmer zwar erobert, im Ggensatz zu zum Beispiel Phnom Penh aber nicht zerstört.

Kambodscha Flagge 

 


 

 

 


Kratie



Kratie (ausgesprochen Kratschiii) ist eine Stadt am Mekong. Sie liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Kompong Cham in der gleichnamigen Provinz im Nordosten Kambodschas. Die größte Attraktion des Ortes ist eine Gruppe von Irrawaddy Delfinen; zumindest sagt man das. In der Realität ist dieses "Delfine gucken" alles andere als spektakulär.

Kratie ist aber noch aus einem anderen Grund ein beliebter Stopp bei Touristen. Der Ort ist durchaus pittoresk, die Lage am Fluss zumindest in der Trockenzeit spektakulär und die Stimmung allerbestens. Hier geht es noch gemächlich zu und das weiß man nach ein paar Tagen in zum Beispiel Phnom Penh zu schätzen. Zudem ist Kratie ein perfekter Zwischenstopp auf dem Weg nach Laos oder Rattanakiri.



Größere Kartenansicht



Kratie mit seiner durchaus ansehnlichen Kolonialarchitektur am Flussufer ist für kambodschanische Verhältnisse fast schon eine Schönheit. Das scheint es einem glücklichen Umstand zu Verdanken. Aus unerklärlichen Gründen eroberten die Roten Khmer die Stadt zwar, ließen sie dann aber zufrieden. Gemeint damit ist, dass sie nicht völlig verwüstet wurde. Ein besonders schönes Beispiel für den französischen Kolonialstil ist die Residenz des Provinzgouverneurs.

Gouverneursvilla in Kratie - KambodschaKratie ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schön Kambodscha sein könnte. Am späten Nachmittag am Fluss entlang zu schlendern, ist schon etwas Besonderes. Dank des recht hohen Steilufers hat man einen hervorragenden Blick über den Mekong und ein eindrucksvolles Panorama. Wenn dann im Glanz der untergehenden Sonne die Fischer ihre Netze auswerfen, fühlt man sich wie bei einem Fotoshooting für den offiziellen Touristenkatalog. Viel schöner wird Kambodscha nicht.



Sight Seeing

Viel los ist in der Stadt ansonsten nicht. Die Hauptbeschäftigungen hier scheinen zu sein, rumsitzen, schwatzen und Füße hochlegen. Zur Abwechslung macht das auch mal Spaß. Viel zu sehen gibt es eh nicht.

Mekong in Kratie - Kambodscha
Blick über den Mekong
Fischer auf dem Mekong in Kratie - Kambodscha
Fischer im Abendlicht auf dem Mekong
Fischer auf dem Mekong in Kratie - Kambodscha
Fischer am Hafen in Kratie

Die Delfintour ist im Großen und Ganzen eine Abzocke. Irrawaddy Delfine mögen ganz besonders selten sein, aber für mich sieht ein Tümmler aus wie der andere. Zum Delfine beobachten, würde ich nicht unbedingt einen lehmigen Fluss wählen. Das macht im glasklaren Wasser des Golfs von Thailand einfach mehr Spaß.

Nördlich der Stadt liegt das Meditationszentrum Phnom Sambok, 40 Kilometer weiter liegt Sambor. Während ich Phnom Sambok noch irgendwie verstehe, sieht es bei Sambor schon etwas anders aus. Es wird als in prä-angkorianischen Tagen wichtiges Zentrum. Das stimmt vermutlich auch, nur leider ist davon nichts mehr zu sehen. Heutzutage findet man dort eine leicht überdimensionierte Pagode und einen Markt. Dafür muss man sicher keinen Urlaubstag opfern.

Ganz interessant ist der kleine Markt. Frittierte Spinnen sieht man halt nicht alle Tage. Auch sonst gibt es dort die seltsamsten Dinge, die Fischsektion ist jedenfalls eine Klasse für sich.

Das würde ich auch gern mit ein paar Fotos untermalen, nur leider wurde mir meine süße, kleine Kamera, die ich für solche Gelegenheiten immer bei mir trage, ein paar Tage später geklaut. Das war allerdings nicht in Kambodscha.




Essen und Unterhaltung

Das Unterhaltungsprogramm Kraties ist sehr übersichtlich. Der Platz der Wahl ist das äußerst charmante Red Sun Falling. Der Besitzer mag etwas exzentrisch sein, der Laden besticht allerdings durch Atmosphäre und ein gutes Sortiment. Das Red Sun Falling liegt direkt am Flussufer mit Blick auf den Sonnenuntergang. Es ist recht klein, eigentlich aber nicht zu verfehlen. Bei akuter Lustlosigkeit des Chefs gehen die Läden allerdings uhrzeitunabhängig runter. Man kann durchaus also vor verschlossener Tür enden.

Die preiswerteste Alternative in Kratie ist der Nachtmarkt. Er zieht sich direkt am Flussufer entlang. Auch zu späterer Stunde bekommt man hier ein preiswertes Mahl und ein kaltes Bier. Hier da finden sich sogar Tische und Stühle.

Direkt am Markt gibt The Star. Der Laden ist eine gute Alternative, um Frühstück zu fassen.





Unterkunft

Das Oudom Sambath Hotel ist die erste Wahl in Kratie. Preis dieser Popularität ist, dass es oft ausgebucht ist. Die Zimmer starten bei 6 Dollar und gehen bis in die Region um 20 USD für ein geräumiges Zimmer mit Klimaanlage. Dazu kommt die perfekte Lage nur wenige Meter von der Bushaltestelle.

Deutlich weniger empfehlenswert ist das Morhaoutdom Hotel. Das liegt weniger an den Räumlichkeiten - die Zimmer sind sauber und komfortabel - als viel mehr an den Besitzern. Man hat deutlich den Eindruck, dass man Ihnen zur Last fällt. Ich war eher nicht beeindruckt.

Eine preiswerte Alternative ist The Star. Es liegt am Markt. Wem Lärm und fehlende Aussicht nichts ausmachen, ist hier gut bedient.

Potenziell interessant ist The Balcony. Es liegt etwas weiter entfernt vom Bus Stopp, macht dafür aber einen spektakulären Eindruck. Und wirklich weit entfernt ist in Kratie eh nichts. Faule und Leute mit zu viel Gepäck können sich zudem kutschieren lassen. Die Location ist großartig und lebt vom unverbauten Blick über den Mekong.





Hin und Wegkommen

Kratie hat eine regelmäßige Busverbindung nach Phnom Penh und Kompong Cham. Die Bushaltestelle liegt ziemlich zentral am Fluss.

Zudem bekommt man von hier problemlos Mini Vans nach Banlung (Rattanakiri) und Stung Treng.


An der Bushaltestelle kann man auch eine "direkte" Verbindung nach Laos buchen. Populärstes und naheliegendstes Ziel von hier sind 4000 Islands. Ganz so direkt ist der Trip dann aber doch nicht. Die erste Etappe meistert man im meist hoffnunglos überladenen Van, in Stung Treng wechselt man dann in einen Bus. Der bringt einen bis an die Grenze. Die überquert man zu Fuß, steigt dann in einen laotischen Bus, der einen nach Nakasong bringt. Von dort geht es dann per Boot weiter. Es ist allerdings unkomplizierter als es sich anhört.


Kratie hat einen kleinen Flughafen.


 



 

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